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Mit Akupunktur besser sehen

Heilpraktiker Andreas Haeusler und Ralf Heymann gründen Ocusanis GmbH

VON LUKAS SCHMIEDEKAMP

Bünde. Erst dachte Martin Bökenkamp, er bräuchte eine neue Brille. Doch eine Augenhintergrund-Fotografie ergab die Diagnose einer schulmedizinisch nicht heilbaren trockenen Makuladegeneration. Durch die  Akupunkturbehandlung von Heilpraktiker Andreas Haeusler wurde das Bild dann besser und eine erneute Ablichtung des Augenhintergrunds ergab eine deutliche Verbesserung.

Seit zehn Jahren ist Haeusler auf Augenheilkunde spezialisiert und mit dem Bünder Unternehmensberater Ralf Heymann unterstützend für Praxen aus dem naturheilkunliche Bereich tätig. Dort konnten sie teilweise nicht für möglich gehaltene Erfolge beobachten, die Heymann zum Anlass nahm, die Ocusanis GmbH unter medizinischer Leitung von Andreas Haeusler zu gründen.

„Unser Ziel ist es, alternative Therapien für Augenerkrankungen wie der Makuladegeneration oder dem Grauen Star zu verbreiten“, sagt Heymann. Es soll ein europaweiter Standart für Naturheilkundler entwickelt werden, der auch von Krankenkassen anerkannt wird.

Die Ocusanis setzt sich unternehmensberatend für die Gründung von Spezialpraxen ein und möchte ein kooperierendes Netzwerk aus Augenexperten aus dem Bereich der Naturheilkunde und der Komplementärmedizin sowie Optikern aufbauen. Auch Lehrgänge für Therapeuten und die Qualitätssicherung der Ausbildung in Praxen ist geplant.

Vorwiegend behandelt Haeusler seine Patienten mit der  Akupunktur. Rein äußerlich unterscheidet sich sie nicht von der klassischen chinesischen Benadelung.

Doch im Gegensatz zu der traditionellen Variante werden nicht die Meridiane, also die Energielinien des Körpers bestochen, sondern das zentrale Nervensystem. „Der Technik liegt die Eciwo-Biologie zugrunde, die teilweise schon wissenschaftlich dokumentiert ist“, so Haeusler.

Um die naturheilkundliche Augenbehandlung aber gesellschaftsfähig zu machen, sind ausführlichere Studien notwendig. Und die gehen ins Geld. „Dazu werden wir Fördermittel beantragen“, sagt Heymann. Bisher übernehmen die Krankenkassen die alternative Augenbehandlung nämlich nicht oder nur zum Teil, denn die bisher dokumentierten Erfolge reichen noch nicht aus als Beweis für die Wirkung.

Original Zeitungsausschnitt Neue Westfälische